Der Sennestadtverein

Arbeitskreis: Plattdeutsch und Brauchtum


Besuch auf dem Schulbauernhof in Ummeln


„Das ist ja wie bei uns früher auf dem Hof!“ „Die Blumen standen schon bei meiner Oma im Garten.“ „So dick war unser Schwein zu Hause auch.“
Die Stimmen schwirrten durcheinander als die Gruppe Plattdeutsch und Brauchtum am 30. August den Schulbauernhof in Ummeln besuchte. Die Friedrich v. Bodelschwingh-Schulen Bethel haben diesen Hof von Oetker gepachtet und ihn in Tausenden von unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden zu einem modernen Landschulheim umgebaut. Das Ziel war die Schaffung eines Lernortes, an dem die der Natur entfremdeten Kinder und Jugendlichen wieder Zugang gewinnen sollen zu den bäuerlichen Arbeiten, die die Grundlagen zur Gewinnung unseres Lebensunterhaltes darstellen.

Im Lauf der Jahreszeiten ist jede Schülergruppe mal mit der Aussaat und der Bestellung des Gartens, mal mit der Ernte und der Verarbeitung der Lebensmittel, mal mit der Instandhaltung der Gebäude und der Geräte befasst. Ganzjährig ist die Pflege der zahlreichen Haustiere von der Katze, den Hühnern und Gänsen, den Kaninchen und Schafen bis zu den Schweinen. Die sachgerechte Anlage eines Komposthaufens, der Aufbau eines Kräuterbeets oder die Anbringung von Nistkästen für Vögel und Schlupflöchern für solitär lebende Biene, Hummeln und Wespen sind weitere interessante Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler.

Unsere Gruppe bestand durchweg aus „Experten“. Schon wegen des etwas höheren Alters hatten viele noch gute Erinnerungen an die Lebensumstände von vor 50 oder 60 Jahren. Wer damals nicht in einer großen Stadt lebte, hatte immer mit der Land- und Gartenarbeit zu tun, schon wegen der nötigen Eigenversorgung im Krieg.
Mit Zufriedenheit wurde die gute Ordnung im Geräteraum zur Kenntnis genommen.

„Da lernen die Kinder wenigstens mal ihre Sachen wegzuräumen.“ Auch die Sauberkeit im Wohnhaus wurde anerkennend registriert.
Den Abschluss bildete das gemeinsame Kaffeetrinken im Garten des Schulbauernhofs. Weil man mehr Kuchen mitgebracht hatten, als die Gruppe verzehren konnte, wurden auch die Mitarbeiter/innen des Hofes bedacht. Zur
Unterstützung der wirklich erfreulichen Arbeit auf dem Schulbauernhof übergab die Gruppe beim Abschied eine ansehnliche Spende.
U. K.


Diese Seite wurde zuletzt am  19. Januar 2008   aktualisiert
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