Der Sennestadtverein
Der Sennestadtverein

Arbeitskreis Vielfalt

Märchen aus aller Welt

Der Arbeitskreis Vielfalt des Sennestadtvereins lud im Februar 2017 in seiner Reihe »Märchen aus aller Welt« Märchenerzählerin Simone Warken in das Frieda-Nadig- Haus am Senner Hellweg ein. Da viele ältere Bewohner nicht mehr so gut oder gar nicht mehr in der Lage sind, Veranstaltungen außerhalb des Seniorenheims zu besuchen, fand die Veranstaltung diesmal im dortigen Café statt; die Senioren zahlten keinen Eintritt. Der zuständige Mitarbeiter im Frieda-Nadig-Haus, Helmut Ritz, wünschte sich in einem Vorgespräch Märchen, die auch einen Bezug zum »Ende des Lebens« haben, und Simone Warken suchte drei Märchen aus, die sie mit stimmiger Musik auf ihrer keltischen Harfe ergänzte. Die Zuhörer erkannten bereits nach den ersten Sätzen das Märchen »Die sieben Raben« und waren am Ende erleichtert, dass die Raben von ihrer Schwester erlöst wurden. Schafhirte überlistet Tod In einem eher unbekannten Märchen überlistet ein mutiger Schafhirte Gevatter Tod, der von ihm ein Lämmchen haben wollte und ihm ansonsten einen frühen Tod androhte. Also trug der Hirte das Lämmchen zu Gevatter Tod nach Haus. Dort sah er Fäden, dicke und dünne Wollknäuel. Er fragte, was diese zu bedeuten hätten, und sah nach der Erklärung durch Gevatter Tod anhand seines dicken Wollknäuels, dass er noch lange leben würde – also ging er und nahm sein Lämmchen wieder mit. In Frau Holles Apfelgarten Nach dem musikalischen Zwischenspiel trug Simone Warken ein Märchen aus Lothringen vor, das einige Besucher sofort mit »Frau Holle« in Verbindung brachten – es hieß »Frau Holles Apfelgarten«. Eine ältere Frau sollte mit Junker Tod die Erde verlassen, wozu sie gar keine Lust hatte. Für Frau Holle sollte sie die Apfelbäume pflegen, die nicht mehr gedeihen wollten. Nach langem Hin und Her musste sie einwilligen, ritt mit Junker Tod hinauf in den Paradiesgarten, sah den Apfelgarten und viele schöne junge Mädchen. Frau Holle berührte die Alte, da war auch sie wieder jung und schön und die Apfelbäume gediehen seitdem dank ihres Könnens prächtig: ein schönes, versöhnliches Ende eines Märchens, das auch die Märchenstunde beendete. Beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken wurde das Gehörte noch einmal lebhaft diskutiert. Die durchweg positiven Stimmen der Bewohner, Mitarbeiter und Gäste und die fast familiäre Atmosphäre ermutigen den Arbeitskreis, weiter mit neuen Ideen zum guten Gelingen des »Miteinander « in der Sennestadt beizutragen.

Brigitte Honerlage