Der Sennestadtverein
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Kulturreise 2016 nach Breslau

Stadtbesichtigung Breslau: 1. Tag

An 2 Tagen wurde uns Breslau gezeigt und erläutert.
Wir hatten die ganze Zeit den Bus zur Verfügung.

Unsere Reiseleiterin Eva holte uns vom Hotel ab. Wir wurden zunächst mit dem Bus zur Dominsel gefahren, dem ältesten Teil von Breslau, der heute allerdings keine Insel mehr ist. Wir besichtigten den Breslauer Dom, der von 1244 bis 1341 im gotischen Stil errichtet wurde. Die Türme sind 98 m hoch und damit die höchsten Kirchtürme in der Stadt (in Breslau gibt es über 100 Sakralbauten: Liste bei Wikipedia).

 

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde der Dom durch die einrückende Rote Armee schwer beschädigt. Es wurden etwa 70 % der Bausubstanz zerstört. Vernichtet wurden die Helm- und Hauptdächer sowie die Gewölbe des Hauptschiffes und des Hochchors. Ein Teil der Südwand stürzte ab. Von der Inneneinrichtung wurden das Chorgestühl, die Orgel, mehrere Gemälde sowie der Hochaltar durch Brand vernichtet.

Der vorläufige Wiederaufbau wurde im Jahre 1951 abgeschlossen. Man musste einen Teil der Innenausstattung wie den Altar durch Stücke aus anderen Kirchen ersetzen. Der Dom wurde von Stefan Kardinal Wyszyński wiedereingeweiht.

Der Wiederaufbau konnte erst im Jahre 1992 vollständig abgeschlossen werden.

Die Dombrücke (Most Tumski)
von 1890

Papst Johannes XXIII
Standbild mit Tauben

Der Dom-Innenraum

Die Breslauer Zwerge

 

Im Sommer 2001 tauchten die ersten Zwerge, als Projekt von Studenten der Kunsthochschule, in der Stadt auf. Seit 2004 der Künstler Tomasz Moczek beauftragt wurde, zwölf Zwerge zu fertigen, gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt. Anfang 2009 gab es bereits 95 Exemplare, im August 2014 wurde der 300. Zwerg in Breslau aufgestellt. Die Figuren werden aus Bronze gegossen und haben eine Größe von etwa 30 cm.

Streng genommen hat Breslau den Bronzegnomen eine Menge zu verdanken: Sie waren Teil der Freiheitsbewegung gegen die kommunistische Zwangsherrschaft. In Breslau kämpfe die avantgardistische "Orange Alternative", Anfang der achtziger Jahre vom Kunststudenten Waldemar Fydrych initiiert, auf eine ganz eigene Art gegen das Regime: mit der Revolution der Zwerge.

Universität Breslau

 

Die Universität Breslau wurde 1702 gegründet. Die deutsche Universität wurde 1945 aufgelöst und an ihrer Stelle 1946 eine polnische Universität neu gegründet. Im Jahre 2000 waren fast 40.000 Studenten immatrikuliert. Es gab im Laufe der Geschichte 10 Nobelpreisträger.

Universität
Transparent-Darstellung

Aula Leopoldina

Renovierung

Oratorium Marianum

Die Synagoge zum Weißen Storch (Synagoga pod Białym Bocianem), ist die größere der beiden wiedereröffneten Breslauer Synagogen.

Eröffnet im Jahr 1829, gehörte sie bis 1872 zum liberalen, danach bis zu den Novemberpogromen 1938 und noch bis 1941 zum konservativen Judentum. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs diente sie als Garage und Lager für geraubtes Eigentum von Juden. Nach umfassender Renovierung dient die Synagoge seit Mai 2010 wieder als Gotteshaus und Veranstaltungszentrum.
 

Wir bekamen einen ausführlichen Bericht über die Geschichte und den aktuellen Stand durch den ehemaligen Vorsteher der Gemeinde, dessen Rede unsere Stadtführerin vom Polnischen ins Deutsche übersetzte.

Breslauer Marktplatz

 

Der Große Ring oder schlicht Der Ring (polnisch Rynek) ist ein mittelalterlicher Marktplatz in Breslau, der heutzutage den Kern der Fußgängerzone bildet. Der Ring hat die Gestalt eines Rechtecks mit den Maßen 205 m mal 175 m. Die Bebauung rund um den Ring erfolgte in verschiedenen Stilepochen: Der mittlere Teil des Ringes ist durch den Tritt (ein Mittelblock) besetzt, welcher aus dem Rathaus, dem Neuen Rathaus sowie zahlreichen Bürgerhäusern besteht.

Brunnen
An der Westseite wurde trotz Bedenken der Denkmalpflege ein umstrittener gläserner Brunnen erbaut

Altes Rathaus

Es ist das Wahrzeichen der Stadt Breslau. Es steht an der südöstlichen Ecke des Großen Rings

Altes Rathaus - abends