Der Sennestadtverein
Der Sennestadtverein

Verwaltung der Sennestadt

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  • Die Verwaltungschefs seit 1945
  • Statistische Daten von sennestadt

Die Verwaltungschefs in Senne II/Sennestadt seit 1945 (Stand Ende 2012)

In der vergrößerten Stadt Bielefeld wurde 1973 der Stadtbezirk Sennestadt eingerichtet, bestehend aus

  • dem Gebiet der Stadt Sennestadt ohne die Gebiete westlich der Autobahn A 2
  • den Gebietsteilen von Senne I, die östlich der Autobahn A 2 lagen
  • den Gebietsteilen von Lämershagen-Gräfinghagen, die südlich des Hauptkamms des Teutoburger Waldes lagen.
Name Zeitraum Tätigkeiten
Ferdinand Reinke

 

1945-1952 Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur setzte die amerikanische Militärregierung 1945 den von den Nazis verhafteten und abgesetzten Bürgermeister Ferdinand Reinke (SPD) als Bürgermeister der Gemeinde Senne II wieder ein. 1946 führte die nunmehr zuständige britische Militärregierung das britische Verwaltungssystem mit der Doppelspitze Bürgermeister und Gemeinde- bzw. Stadtdirektor ein. Der SPD-Vorsitzende Wilhelm Bunte kandidierte mit Erfolg als Bürgermeister, Ferdinand Reinke blieb als Gemeindedirektor Verwaltungschef.
Georg Erdmann

 

1952-1964 Nach dem Tode Ferdinand Reinkes wählte der Gemeinderat den bisherigen Amtsbürgermeister des Amtes Brackwede Georg Erdmann zum Gemeindedirektor. In seine Amtszeit - gemeinsam mit Bürgermeister Wilhelm Bunte - fallen die gewichtigen Beschlüsse zum Bau der neuen Großsiedlung "Sennestadt" innerhalb des Gemeindegebiets.
Klaus Meyer

 

1965-1972 Zum Nachfolger des 1964 verstorbenen Georg Erdmann wählte der Gemeinderat Anfang 1965 den Kreisoberrechtsrat und stv. Oberkreisdirektor des Kreises Grafschaft Schaumburg. Sechs Wochen nach seinem Amtsantritt, am 27. April 1965, wurden der Gemeinde Senne II mit der Namensänderung in "Sennestadt" die Stadtrechte verliehen. Klaus Meyer wurde bis zur Beendigung der Selbständigkeit durch die kommunale Neuordnung Ende 1972 der erste und einzige Stadtdirektor. Hans Vogt war - nach dem Tode Wilhelm Buntes 1964 - gleichzeitig erster und einziger Bürgermeister der neuen Stadt. Anfang 1973 wurde Klaus Meyer Rechtsdezernent der erweiterten Stadt Bielefeld (später Kämmerer, dann Oberstadtdirektor), Hans Vogt wurde nach der ersten Groß-Bielefelder Kommunalwahl Bezirksvorsteher des nunmehrigen Stadtbezirks.
Werner Trost

 

1973-1979 Dem bisherigen Kämmerer der Stadt Sennestadt Werner Trost wurde die Leitung der Bezirksverwaltungsstelle (später in Bezirksamt umbenannt) Sennestadt Übertragen. Er übte das Amt bis 1979 aus und wurde dann zum Leiter des Bielefelder Katastrophenschutzamtes berufen.
Günther Tiemann

 

1979-1982 Nach der Kommunalwahl 1979 - Horst Thermann wurde als Nachfolger Hans Vogts zum Bezirksvorsteher gewählt - wechselte der bisherige Referent des Bielefelder Oberstadtdirektors Herbert Krämer, Günther Tiemann, als Bezirksamtsleiter nach Sennestadt. Seine engagierte Arbeit in unserem Stadtbezirk endete leider schon 1982 mit seiner Beförderung zum Leiter des Liegenschaftsamtes der Stadt Bielefeld.
Fritz Kölling

 

1982-1987 Zum Nachfolger Günther Tiemanns ernannte Oberstadtdirektor Dr. Eberhard Munzert seinen persönlichen Referenten Fritz Kölling. Auch er arbeitete wie sein Vorgänger hervorragend mit dem stellvertretenden Bezirksamtsleiter Bernd Güse sowie mit Bezirksvorsteher Horst Thermann zusammen. 1987 wurde er zum Leiter des Bielefelder Sportamtes berufen.
Willi Kornfeld

 

1987-1999 Willi Kornfeld, vorher persönlicher Referent von Oberbürgermeister Klaus Schwickert, war derjenige, der mit 13 Jahren Dienstzeit einen größeren Teil seines beruflichen Lebens in Sennestadt verbrachte. Er verstarb leider nach schwerer Krankheit viel zu früh im Mai 2000. Während seiner Amtszeit übernahm 1991 Elke Klemens das Bezirksvorsteher-Amt von Horst Thermann, der aus beruflichen Gründen aus der Kommunalpolitik ausschied.
Peter Hürholz 1999-2002 Peter Hürholz übte seinen Dienst bereits während der schweren Erkrankung von Willi Kornfeld stellvertretend aus. Aufgrund der Neuordnung der Bielefelder Stadtverwaltung und der daraus resultierenden erheblichen Aufgabenreduzierungen für die Bezirksämter ließ er sich im September in eine seinen Qualifikationen entsprechende führende Position ins Sozialamt zurückversetzen. Mit Peter van Hekeren wurde nach der Kommunalwahl von 1999 erstmals ein Christdemokrat zum Bezirksvorsteher gewählt.
Detlef Schäffer 2002-2011 Nach mehrjähriger Tätigkeit als Leiter der Ordnungsabteilung beim Bezirksamt Brackwede wurde Detlef Schäffer als Leiter des Bezirksamtes Sennestadt bestellt. Er arbeitete inzwischen mit den Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorstehern 
  • Peter van Hekeren  - CDU - bis Oktober 2004
  • Karl Wolff               - CDU - von Oktober 2004 bis April 2007
  • Elke Klemens         - SPD - von Mai 2007 bis heute

gut und vertrauensvoll zusammen.
In diese Amtszeit fiel 2005 das Jubiläum "50 Jahre Sennestadt"

Eberhard Grabe  2011- Eberhard Grabe leitet die Bezirksämter Senne I und Sennestadt.

Immer weniger Sennestädter
Im Stadtbezirk wohnen viele Kinder und Jugendliche, aber noch mehr Ältere

Sennestadt (sik). Die Bevölkerung in Sennestadt soll bis 2035 um 3 Prozent sinken. Das sind mehr, als das städtische Amt für Demografie und Statistik für Gesamt-Bielefeld vorausberechnet hat (minus 2,4 Prozent).

Dabei leben im Stadtbezirk viele Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: mit 18,4 Prozent der Bevölkerung deutlich mehr als in vielen anderen Stadtteilen und auch im gesamten Bielefeld (16 Prozent). Gleichwohl wohnen in Sennestadt auch zahlreiche ältere Menschen, so viele wie in keinem anderen Stadtbezirk. Sie stellen einen Bevölkerungsanteil von 24,5 Prozent (Bielefeld: 20,2).

Von 207 bis 2011 ist die Einwohnerzahl im Stadtbezirk um 2,4 Prozent gesunken, in Bielefeld lediglich um 0,4 Prozent. Allerdings haben die Statistiker von 2011 auf 2012 ein kleines "Zwischenhoch" festgestellt: In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Sennestädter von 20.873 auf 20.954.

Die meisten Kinder im Stadtbezirk wachsen noch in Familien auf. Doch es gibt auch viele Alleinerziehende: Mit 4,3 Prozent ist ihr Bevölkerungsanteil der zweitgrößte in allen Bezirken (Bielefeld: 4 Prozent).

Auffallend ist zudem der hohe Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund: Ausländer, Eingebürgerte, im Ausland geborene Deutsche sowie Aussiedler und Kinder bis 18 Jahren, die im Haushalt der Eltern leben, von denen mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund hat. 41,8 Prozent aller Einwohner im Bezirk zählen dazu, stadtweit sind es mit 32,9 Prozent wesentlich weniger. Die meisten, auch das haben die Statistiker herausgefunden, wohnen in Dalbke (52,9 Prozent), die wenigsten in der Wachtruper Lohde (20,8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote - die angibt, wie viel Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren ohne Job ist - liegt mit 7,5 höher als in Bielefeld (6,8). Zudem gibt es im Stadtbezirk mit 3,4 Prozent überproportional viele Langzeitarbeitslose. In Bielefeld liegt der Wert bei 2,7 Prozent.

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03 - Bielefeld Süd, Samstag 01. Februar 2014