Der Sennestadtverein
Der Sennestadtverein

Kunstausstellungen 2019

Kulturkreis im Sennestadtverein

Beate Rasche-Schürmann, Vorsitzende des Kulturkreises im Sennestadtverein
Elisabeth Schröder, Organisation der Kunstausstellungen

"Kraftvoll und zart"

 

Neue Werke von
Heinz Schößler

10.02.2019 - 22.03.2019

 

"Alte Meister - neue Bilder"

 

Doppelschichtiges von
Rosemarie Sprute

02.06.2019 - 12.07.2019

 

"Das Leuchten der Farbmosaike"

 

Das Vermächtnis des
Otto Hadamitzky

06.10.2019 - 22.11.2019

 

Kraftvoll und zart

Der erste Künstler im frisch gestrichenen Vortragssaal ist Heinz Schößler aus Harsewinkel. Der Titel seiner Ausstellung lautet „Kraftvoll und zart“, denn kraftvoll-intuitiv verläuft bei Schößler immer die kreative Spontanphase mit wilden Farbfeldern und dynamischen Linien. Und zart scheinen dann darin Gesichter auf, weibliche Aktandeutungen und uralte Symbole. So entstehen für den verweilenden Betrachter aus den rätselhaften, magisch-mythischen Gebilden nach und nach subjektive Erzählungen. Diese individuelle Wahrnehmung respektiert der Künstler fast immer durch Vermeidung von eigenen Titelvorgaben. Schößler war Kunsterzieher und hatte zuletzt im Kreishaus Gütersloh eine große Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen. Er erweitert ständig sein Riesen-Oeuvre, sodass die Auswahl der Bilder und Kleinskulpturen bei ihm wirklich schwer fiel. Vital, wie er immer noch ist, gibt er auch selber eine Einführung. Die Spontaneität seines Stils wird am Flügel musikalisch untermalt von Improvisationen des Pianisten Tobias Schößler, seinem Sohn. Er war bereits in den Kulturtipps bei dem Sender 3sat zu sehen.

Alte Meister - neue Bilder

Am Sonntag vor Pfingsten haben wir die ganz besondere Gelegenheit, auch einmal Werke der italienischen Renaissance in Sennestadt zu sehen. Natürlich nicht im Original, sondern kopiert und eingebettet in den künstlerischen Prozess der Malerin Rosemarie Sprute aus Bad Oeynhausen. Sie ist auch promovierte Kunstwissenschaftlerin mit Schwerpunkt „Venezianischen Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts“. Ihre Arbeiten sind buchstäblich mehrschichtig, denn ihre eigenen Kopien von Renaissancegemälden, z.B. Portraits von Dogen oder Sibyllen übermalt sie dick, strukturiert die neue Oberfläche mit Mustergravuren und nimmt die oberen Schichten dann teilweise wieder weg, damit die untere Schicht als historisches Zitat durchscheint. 2017 stellte Sprute in London aus, 2018 bei der Gedok Niedersachsen. Sie war Teilnehmerin der Internationalen Malerei Biennale Hamburg. Die Idee, zur Vernissage Musik der italienischen Renaissance und der Gegenwart aufzuführen, wird sie auch in ihrer Folgeausstellung im Weserrenaissancemuseum Schloss Brake ab Nov. 2019 übernehmen. Die Einführung hält Dr. Manfred Strecker, ehemals Kulturredakteur der NW.

Das Leuchten der Farbmosaike

Der Sennestädter Maler Otto Hadamitzky wurde 1925 geboren und verstarb 2018. Nach Malerlehre und Kunststudium war er ein gefragter Werkkünstler, besonders im Bereich der Kirchen- und Glasmalerei. Hadamitzky setzt seine großen Bilder zusammen aus unzähligen quadratzentimeterkleinen, jeweils einfarbig leuchtend bunt bemalten Plättchen. Er entwickelt dabei geometrische Muster, die eine betörende Wirkung haben in ihrer Harmonie von Quadrat- und Kreiselementen. Oft einem Mandala ähnelnd entstehen wunderschöne Mosaike, die sich in ihrer fast mathematischen Klarheit an den Bauhausstil anlehnen. Das häufige Kreisen um einen imaginären zentralen Punkt ist ein künstlerisches Abbild der Spiritualität einer Harmonia mundi, der Harmonie des Weltalls. Deshalb soll bei der Vernissage Musik von Bach dazu erklingen. Gudrun Becker-Hadamitzky wird eine Einführung in das Werk ihres Schwiegervaters geben.