Der Sennestadtverein
Der Sennestadtverein

Sennestadtarchiv

Urkunden

Im Wiener Rathaus wurde unter großer internationaler Beteiligung der 23. Internationale Städtekongress für Wohnungswesen und Städtebau am 23.07.1956 feierlich eröffnet. Aus diesem Anlass erschien im selben Jahr in Österreich eine Briefmarke.
 

(Anklicken der Briefmarke zur Vergrößerung)
    

Auf der Marke sind die skizzierten Stadtpläne von insgesamt sechs Städten abgebildet.
Dabei handelt es sich um die Grundrisse von:

 

    Wien (A) (Mitte)
    Vällingby bei Stockholm (S) (rechts oben)
    Sennestadt bei Bielefeld (D) (rechts unten)
    Quartier T 8 in Mailand (I)  (links unten)
    Harlow New Town (UK) (links Mitte)
    PAP Rotterdam (NL) (links oben)

 

Bemerkenswert ist sicherlich, wie der Bau der Sennestadt - als erster Stadtneugründung nach 1945 in Westdeutschland - damals auf internationales Interesse stieß.

Stadternennungs-Urkunde

 

Nach 1945 herrschte in Bielefeld eine schreckliche Wohnungsnot. 35 Prozent des Wohnraums waren durch Bomben zerstört. Zu den wohnungslosen Einheimischen kamen Tausende von Vertriebenen.

 

Preiswertes Bauland gab es in der Nähe von Bielefeld nur im Gebiet der Gemeinde Senne II. Nach schwierigen Vorverhandlungen sprach sich der Rat der Gemeinde Senne II 1955 für den Bau einer "Großsiedlung" nach dem Entwurf von Dr. Hans Bernhard Reichow aus.

 

Die neue Siedlung wuchs sehr schnell aus dem Boden. Die Einwohnerzahl stieg von rund 4500 "Altbürgern" 1955 auf insgesamt 16.000 Bürgerinnen und Bürger 1965 an.

 

1965 erhielt Senne II die Stadtrechte und nannte sich nun "Sennestadt". Die Selbständigkeit währte nur acht Jahre. 1973 wurde Sennestadt der Großstadt Bielefeld einverleibt und ist seitdem einer von zehn Stadtbezirken. Das erst 1975 bezugsfertige "Rathaus" am Stadtring dient nun als Sitz der Bezirksverwaltung und als Bürgerzentrum.