Der Sennestadtverein
Der Sennestadtverein

Das Sennestadtfest

Veranstaltung 2020 - Abgesagt wegen Corona-Krise

Aus der Sennerundschau vom 7. Mai 2020

Ausfall des Stadtteilfestes trotz 65 Jahre Sennestadt

 

(ms) Jeder Sennestädter kennt mittlerweile die kleine quadratische Broschüre, die jedes Jahr im Juni durch das vielseitige Programm des Sennestadtfestes führt. 
In diesem Jahr hätte auf der Titelseite eine ährenumkränzte 65 geprangt – in Anlehnung an das diesjährige »Jubiläum« des Ortsteiles. »Das ist schon eine besondere Zahl«, so Lars Nockemann. 
Das Fest selbst habe bisher um die 30 Mal stattgefunden, seit dem Jahr 2000 durchgehend.
Gern erinnert sich der Bezirksbürgermeister an das Event 2005 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Sennestadt. »Bei der großen Veranstaltung mit vielen Akteuren waren auch die ehemaligen Bürgermeister dabei und drehten in fünf Fahrzeugen eine Ehrenrunde durch den Stadtbezirk«.

 

Doch wie so viele Festivitäten ist derzeit auch das traditionelle Sennestadtfest vom Coronavirus betroffen.
»Aufgrund der Maßnahmen, die die Bundesregierung verfügt hat, müssen wir schweren Herzens das für den 13. und 14. Juni geplante Event absagen«, bedauert Lars Nockemann und schaut auf den dicken Aktenordner vor sich. »Zu 99 Prozent waren wir mit der Planung fertig, das Programmheft wäre jetzt in den Druck gegangen.«

 

Bereits im vergangenen September hatte sich der Arbeitskreis zusammengesetzt, zu dem um die 20 Mitglieder gehören wie z.B.

  • die Freiwillige Feuerwehr,
  • die Dalbker Schützen,
  • Orts- und Sportvereine,
  • Kirchengemeinschaften,
  • beteiligte Gastronomen und
  • das Bezirksamt.

Ein vielseitiges Programm voller Attraktionen und Unterhaltung wurde erarbeitet. Neben altbewährten Dauerbrennern, wie z.B. dem Sennestädter Fünfkampf, dem LUNA Park, Auftritten von den Pipes and Drums sowie der orientalischen Tanzformation sollten auch neue Highlights wie ein russischer Chor sowie weitere musikalische Auftritte für eine bunte Mischung sorgen.


All den beteiligten Unternehmen, Sponsoren und Aktiven müsse man jetzt absagen, »da sehen wir viele enttäuschte und traurige Gesichter – aber die Gesundheit ist oberstes Gesetz!« Bisher wären jeweils um die 3.500 Besucher an beiden Festtagen gezählt worden, »für dieses Jahr viel zu viele Menschen auf einem Punkt, das Risiko wäre extrem hoch – diese Verantwortung kann niemand übernehmen.«

Was also tun – wäre eine Verschiebung möglich? Doch alle Überlegungen zum Umgang mit der speziellen Situation haben sich gleich wieder in Schall und Rauch aufgelöst, denn »niemand kann verlässlich sagen, wie es nach dem 31. August weiter geht«, so der 1.Vorsitzende des Sennestadtvereins Klaus-Peter Weber.
»Außerdem würden wir mit den Herbstterminen kollidieren«, so Bezirksamtsleiter Eberhard Grabe.
»Es wäre nicht in Ordnung, diesen Events dann die Besucher streitig zu machen.« So wurde nach längerer Diskussion und mit einem weinenden Auge festgesetzt, das diesjährige Sennestadtfest nicht nachzuholen.


Viele jetzt zu kündigende Verträge habe man nicht abgeschlossen, Gelder wären noch nicht geflossen, auch sei man durch den Tatbestand der »höheren Gewalt« nicht regresspflichtig. »Doch die Beteiligten und der Arbeitskreis haben so viel Arbeit hineingesteckt – wir würden fairerweise gern das Programm annähernd eins zu eins auf 2021 übertragen. Darauf schauen wir jetzt mit bester Hoffnung«, bekräftigt

Lars Nockemann